Grenzverschiebung – Missbrauch – Trauma: eine Grundlage

Was ist Trauma eigentlich? Eine Grundlage für Begleitung und Heilung.

 

Manchmal reicht ein Blick.

 

Eine Stimme.

 

Ein Geruch.

 

Oder ein Mensch, der uns an jemanden erinnert.

 

Und plötzlich reagiert unser gesamtes System.

 

Das Herz schlägt schneller. Der Atem wird flach. Wir erstarren. Verlieren den Bezug zu uns selber. Wir bekommen Angst, werden wütend oder möchten einfach nur noch weg.

 

Viele Menschen fragen sich dann: „Warum reagiere ich so? Eigentlich ist doch gar nichts passiert?“

 

In meiner Praxis bei Nürnberg begegnet mir diese Frage immer wieder. Und sehr häufig führt sie uns zu einem Thema, das heute zwar viel verwendet wird, dessen eigentliche Tiefe aber oft verloren geht: Trauma.

 

Trauma – ein Wort das fast inflationär benutzt wird

 

Das Wort „Trauma“ wird mittlerweile fast inflationär benutzt. Jeder hat Trauma. Dadurch verliert es leider fast seine Bedeutung und seine Tragweite. Und gleichzeitig ist auch etwas Wahres dran. Denn es stimmt: Jeder von uns trägt Traumata in sich.

 

Manche in einer sehr offensichtlichen und sehr erschütternden Form – durch körperlichen oder sexuellen Missbrauch. Andere weniger sichtbar – durch emotionalem Missbrauch oder wiederholte Grenzüberschreitungen. Und wieder andere tragen Bindungs- und Entwicklungstraumen in sich. Verletzungen, zu denen es lange überhaupt keinen Zugang gab, weil sie entstanden sind, bevor Sprache möglich war. Sie kommen oft erst viele Jahre später ans Licht. Nicht, weil wir uns plötzlich erinnern. Sondern weil unser Körper beginnt zu sprechen.

 

Plötzlich entwickeln wir Symptome, die wir uns nicht erklären können. Unser Nervensystem reagiert über. Wir fühlen uns schnell bedroht. Wir geraten immer wieder in dieselben Beziehungsmuster oder haben das Gefühl, nie wirklich bei uns selbst anzukommen.

 

Und genau hier liegt einer der wichtigsten Erkenntnisse:
Trauma ist nicht nur das, was uns passiert ist. Trauma zeigt sich vor allem in dem, was bis heute in uns weiterlebt.

 

Was ist Trauma?

 

In der Psychotraumatologie wird Trauma als schwere seelische Verletzung beschrieben. Es entsteht in einer Situation, in der sich ein Mensch völlig überfordert, hilflos und handlungsunfähig fühlt. Häufig geht diese Erfahrung mit großer Angst und einem tiefen Gefühl des Kontrollverlustes einher. Unser gesamtes System schaltet dann auf Überleben. Wir kämpfen. Wir fliehen. Oder wir erstarren.

 

Eine typische Folge eines Traumas ist die Dissoziation.

Menschen, die körperlichen oder sexuellen Missbrauch erlebt haben, berichten häufig davon, dass sie sich selbst und die Situation plötzlich von außen wahrgenommen haben – als würden sie über sich schweben. Der Körper erstarrt. Das Gefühl geht verloren. Und ein Teil der Seele geht.

 

In der schamanischen Tradition spricht man von einem Seelenverlust.

 

Dieser Seelenverlust geschieht nicht nur bei körperlichem Missbrauch. Er geschieht überall dort, wo eine Erfahrung für unsere Seele zu viel wird. Dort, wo das Erlebte nicht mehr ausgehalten werden kann. Manche sagen, dieser Seelenanteil kehrt zurück zu Mutter Erde. So wie ich es wahrnehme, kehrt er zu seinem himmlischen Ursprung zurück. Auf jeden Fall an einen Ort, an dem er in Sicherheit ist.

 

Für das Verständnis der schamanischen Energiearbeit ist es wichtig zu wissen, dass Trauma nicht nur etwas ist, was wir selber erlebt haben. Es kann auch eine Energie sein, die wir von unseren Ahnen übernommen haben und die in uns weiterlebt. Genauso wie Seelenanteile schon in vorherigen Leben verlorengegangen sein können. Sie kommen in dieser Inkarnation dann gar nicht mit auf diese Welt.

 

Das, was zurückbleibt, ist der verletzte Teil in uns. Der Teil, der nun beginnt, Strategien zu entwickeln, um zu überleben. Manche Menschen können keine Nähe mehr zulassen. Andere sind ständig in Habachtstellung. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich fast ausschließlich nach außen. Sie scannen unbewusst ihre Umgebung nach möglichen Gefahren und verlieren dabei den Kontakt zu sich selbst. Andere lernen die Dissoziation als Schutz vor der Welt. Wieder andere entwickeln sehr starre Grenzen, damit niemand ihnen noch einmal zu nahekommen kann. Und manche entwickeln körperliche oder psychische Symptome.

 

Die Bandbreite ist groß. Und doch haben sie alle etwas gemeinsam. Sie sind einmal entstanden, um unser Leben zu schützen. Und sie führen dazu, dass wir Muster entwickeln die uns aus unserer natürlichen Kraft und Verbundenheit herausnehmen.

 

Trauma ist immer aktiv

 

Und Trauma kann jederzeit wieder aktiviert werden. Es reicht ein Blick, ein Duft der in der Luft liegt, eine Energie die uns unbewusst, an das Geschehene erinnert und plötzlich läuft das alte Notfallprogramm wieder ab. Wir bekommen Angst oder Panik. Wir erstarren oder dissoziieren. Wir erleben Gefühle, von denen wir selber wissen, dass sie überhaupt nicht zu der aktuellen Situation passen. Und viele Menschen haben das Gefühl ihrem Trauma ausgeliefert zu sein.

 

In meiner Naturheilpraxis bei Nürnberg höre ich häufig Sätze wie: „Eigentlich weiß ich, dass nichts passiert ist. Und trotzdem fühlt es sich so an als wäre ich mitten drin. Ich kann machen was ich will … es gibt keinen Weg raus“.

 

Sind wir unserem Trauma ausgeliefert?

 

Meine Antwort und meine Erfahrung ist ein ganz klares „Nein“. Wir sind unserem Trauma nicht ausgeliefert. Auch wenn es sich in diesem Moment genau so anfühlt.

 

Wenn wir einen Zugang zu unserer Essenz entwickeln, zu dem Teil in uns der nie eine Traumatisierung erlebt hat, und dieser Teil präsenter wird als die Notprogramme die in uns laufen, dann sind wir in der Lage das Trauma zu stoppen.

 

Denn dann können wir wie ein Beobachter agieren und steigen aus der völligen Identifikation aus. Das was wir erlebt haben, verändert sich dadurch nicht. Aber das was sich verändert, ist unsere Beziehung dazu.

Auf einmal können wir wahrnehmen: Das sind gerade Teile aus meiner Vergangenheit oder Energien und Erinnerungen die ich übernommen habe. Diese Gedanken und Gefühle bin NICHT ICH. Das ist nur meine Geschichte.

 

Und genau hier beginnt aus meiner Sicht Heilung.

 

Denn Bewusstsein heilt.

 

Und ich unterscheide hier ganz bewusst zwischen Bewusstheit und Bewusstsein.

 

Der erste Schritt ist Bewusstheit. Je bewusster wir die Muster, Verletzungen und Strategien erkennen, die in uns leben, desto eher finden wir einen Ausgang daraus.

 

Und je verbundener wir mit unserem Bewusstsein sind, je verbundener wir mit unserer Essenz sind, desto mehr haben wir die Möglichkeit zu entscheiden, was in uns leben soll – und was nicht mehr.

 

Manche Themen können wir auf diesem Weg selbst verändern. Und manche sind so tief, dass wir Begleitung brauchen. Nicht umsonst sind sie tief in uns vergraben und für unseren Blick nicht zugänglich.

 

Wie Körpertherapie und energetische Körperarbeit dich bei der Heilung von Trauma unterstützen können, erfährst Du im zweiten Teil meines Artikels: Grenzverschiebung – Missbrauch und Trauma.

 

Im dritten Teil erfährst Du mehr über die Herangehensweise von Schamanismus und energetischem Heilen und wie sie dich bei der Traumabewältigung unterstützen können.

Behandlungskosten

Schamanische Energiearbeit:
Die Behandlung dauert 120 Minuten. Die Behandlungskosten liegen bei 160 Euro.

Energetische Körperarbeit (Shiatsu & Seiki):
Die Behandlung dauert 90 Minuten. Die Behandlungskosten liegen bei 120 Euro.

Körpertherapie:
Die Behandlung dauert 90 Minuten. Die Behandlungskosten liegen bei 120 Euro.

Heilpraktische Leistungen können (je nach Tarif) von den privaten Versicherungen bzw. den Heilpraktikerzusatzversicherungen übernommen werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen heilpraktische Behandlungen in der Regel nicht. Bitte erkundige dich gegebenen Falls bei deiner Versicherung oder sprich mich nochmal an.

Solltest Du einen Termin nicht einhalten können, können wir gerne einen alternativen Termin vereinbaren. Absagen sind bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich. Da ich eine Terminpraxis bin, bitte ich um dein Verständnis, dass ich den Termin bei kurzfristigeren Absagen in Rechnung stelle.

Partner

Herbert Grümmer - Heilpraktiker

Ich bin Heilpraktiker, klassischer Homöopath, Psychotherapeut (HPG) und schamanischer Wegbegleiter. Seit vielen Jahrzehnten begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu Heilung, innerer Klarheit und persönlicher Entwicklung.Meine Arbeit verbindet klassische Homöopathie, schamanische Heilweisen und spirituelle Bewusstseinsarbeit mit Herz, Erfahrung und Tiefe.

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Anne Ortlepp - Yogalehrerin

Ich bin Anne von Suraya Yoga und öffne sowohl durch meine Yogapraxis als auch durch das intuitive Spielen der Crystal Alchemy Bowls und meines Gongs berührende Räume auf allen Ebenen. Ich bin 500h+ Yogalehrerin sowie Gong Artist und habe über die Jahre verschiedenste Weiterbildungen im Bereich Yoga, Sound, systemisches Coaching und Zeremonie auf der ganzen Welt besucht. Kontaktiere mich für tiefgehende Soundbath Formate, herzöffnende Kakaozeremonien und ganzheitliche Yin oder Yang Yogastunden.

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Ich wünsche dir viel Freude beim Schenken.

Herzliche Grüße
Stefanie